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Alle Jahre wieder: Haarausfall im Frühling
Der saisonbedingte Haarausfall wird oft als eine von vielen Legenden, die sich um den Haarwuchs ranken, abgetan. Dass im Frühjahr mehr Haare ausgehen als während des übrigen Jahres ist allerdings keine Erfindung. So hat etwa eine Gruppe rund um den französischen Forscher Dominique Michel Courtois das Problem ganz wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Seine Arbeit, die im renommierten „British Journal of Dermatology“ veröffentlicht wurde, zeigt klar, dass es so etwas wie eine saisonale "Mauser" tatsächlich gibt.
Die Wissenschaftler beobachteten männliche Studienteilnehmer über mehrere Jahre hinweg. Dabei konnten sie zweifelsfrei feststellen, dass die Herren im Frühjahr regelmäßig zu verstärktem Haarausfall neigten. Auch im Herbst lichtete sich das Haar überdurchschnittlich oft. Frauenhaare wurden zwar nicht untersucht, man nimmt aber an, dass es hier ähnliche jahreszeitlich bedingte Schwankungen gibt.
Dass es einen verstärkten Haarausfall in den Frühlingsmonaten gibt, ist also erwiesen. Die genauen Ursachen für den „Fellwechsel“ liegen allerdings noch im Dunkeln. Als Auslöser werden neben anderen Faktoren die für die Haare belastenden Wintermonate vermutet. Häufige, oft markante Temperaturwechsel, trockene Heizungsluft und das Tragen von Mützen und Hüten setzt den Haaren zu. All diese Belastungen können in einem verstärkten Haarausfall gipfeln.
Was den Haaren jetzt besonders gut tut
Im Frühjahr brauchen die Haare daher besonders viel Pflege. Vor allem Feuchtigkeit ist gefragt, wenn die Lockenpracht nicht nur weniger wird sondern auch spröde und stumpf wirkt! Ein schneller Schönmacher in solchen Fällen ist zum Beispiel eine selbstgemachte Eier-Öl-Haarkur. Dafür benötigt man zwei Eidotter, die gut mit etwas Olivenöl vermischt werden. Das Ganze anschließend vorsichtig in das trockene Haar einarbeiten und maximal eine halbe Stunde einwirken lassen. Ein Tuch oder eine Wegwerf-Plastikduschhaube sorgen für zusätzliche Wärme und lassen die Inhaltsstoffe besser eindringen. Anschließend gut auswaschen und dabei ein mildes Shampoo verwenden. Wer Naturjoghurt zur Hand hat, kann auch damit eine Haarpackung mischen: Einfach einen Becher mit einem Teelöffel Honig vermischen, auf die Haare auftragen und anschließend bis zu einer Stunde einwirken lassen.
Noch einfacher geht es mit einem Eigelb, das mit den Fingern auf die leicht feuchten Haarsträhnen aufgetragen wird. Die Haare anschließend ebenfalls gut einpacken und das Ganze mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen. Ordentlich ausspülen ist in allen Fällen wichtig, damit sich die Haare anschließend gut stylen lassen.
Wer im Frühjahr verstärkt unter Haarausfall leidet, kann auch mal über einen neuen Haarschnitt nachdenken. Feminine, gut geschnittene Fransen und weiche Ponys können so manches Haarausfall-Problem immerhin etwas kaschieren.

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