Haarausfall nach Operationen 
Operationen in Vollnarkose führen mitunter zu diffusem Haarausfall, der auch massiv sein kann. Der Grund dafür liegt in den hervorragenden Reparaturmechanismen des menschlichen Organismus. Nach einer OP werden für die "Instandsetzung" lebensnotwendiger Organe und für andere Heilprozesse viele Nährstoffe benötigt. Der Köper setzt in einem solchen Fall ganz einfach Prioritäten: Zuerst wird versorgt, was der Mensch zum Über- und Weiterleben benötigt. Haare gehören nicht dazu. Die Haarfollikel werden erst dann ernährt, wenn es wichtigeren Körperbereichen wieder gut geht.
Braucht ein Mensch also für die Genesung nach einer Operation übermäßig viele Vitalstoffe, geht das oft auf Kosten der Haarwurzeln. Das macht sich mit einer zeitlichen Verzögerung oft erst zwei bis drei Monate nach einem Eingriff in Form von Haarausfall bemerkbar.
Narkose für die Haare
Eine Operation bietet noch einen weiteren Grund für Haarausfall. Die Haarfollikel sind ebenso wie alle anderen Zellen des Körpers der ?einschläfernden? Wirkung der Narkose ausgesetzt und kommen dadurch aus dem Takt. Zudem kann ein Blutdruckabfall bei Unfällen oder größeren operativen Eingriffen der Haarpracht zusetzen. Der Körper reagiert in solchen Krisenzeiten, indem er die Blutversorgung unwichtiger Körperbereiche wie Haut oder Haarfollikel verringert. Das führt ebenfalls dazu, dass die Haare mit dem Blutstrom nicht mehr ausreichend Nährstoffe erhalten. Die Minderdurchblutung kann sich auch auf eine bestimmte Stelle des Kopfes konzentrieren: auf den Bereich, der womöglich stundenlang bewegungslos auf dem Operationstisch aufliegt. Dieser Druck kann die Durchblutung zusätzlich bremsen und die Haarfollikel stressen!
Nähere Aufschlüsse bietet in allen Fällen eine Untersuchung beim Facharzt.

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